home sibiu 2007
.
ROMÂNA
ENGLISH
Sibiu 2007 . calendarul 2007 . Dimensiunea europeana . Orasul Sibiu . Comunicare
.
.
.
.
.
sibiu 2007
sibiu
Über Hermannstadt
Vergangenheit Hermannstadts

Home - Über Hermannstadt: Vergangenheit Hermannstadts

Chronologie
1292 Erstes Krankenhaus
1380 Erste Schule
1494 Erste Apotheke
1534 Die erste Papiermühle
1544 In Hermannstadt wird das erste Buch in rumänischer Sprache gedruckt
1551 Konrad Haas experimentiert die erste Stufenrakete der Welt
1671 In der Umgebung wird Methangas entdeckt
1782 Der Chemiker Franz Joseph Müller entdeckt das Tellur
1795 Der älteste Blitzableiter aus S-O Europa wird in Hermannstadt aufgestellt
1817 Eröffnung des Brukenthalmuseums
1852 Der Bischof Andrei Saguna gründet die erste rumänische Druckerei, wo ab 1853 bis heute, die Zeitschrift "Telegraful Român" ununterbrochen erscheint
1859 Wird in Hermannstadt die erste gußeiserne Liegebrücke in Südosteuropa erbaut. Im Volksmund erhält sie den Namen ?Lügenbrücke?.
1861 "Astra" (Siebenbürgischer Verein für Literatur und Kultur des rumänischen Volkes), wird unter dem Vorsitz des Bischofs Andrei Saguna gegründet. Der Vorstand besteht aus Timotei Cipariu, Gheorghe Baritiu und Visarion Roman.
1896 In Hermannstadt wird das Elektrizitätswerk eröffnet. Am Zoodt/Sadu wird das erste Wasserkraftwerk des Landes erbaut
1897 Aus Zoodt/Sadu wird die erste (18 kmlange/4kw ) elektrische Leitung in diesem Teil Europas gelegt.
1898 Am 28. März wird im Theater das erste Kinematograph vorgeführt.
1904 Am 3. August nimmt die geleislose elektrische Straßenbahn den Betrieb auf.
1989 Während der Dezemberrevolution, erhoben sich die Hermannstädter vier Tage nach den Temeswarern gegen den kommunistischen Terror und brachten bedeutende Menschen- und materielle Opfer. Nachdem die kommunistische Macht abgeschafft wurde, und die Ruhe sich allmählich im Land verbreitete, kämpfte man in Sibiu noch etwa 10 Tage weiter. Hermannstadt gilt als ?Märtyrer - Stadt" und gehört zu den 3 ersten Städten, die enorme Opfer brachten, um die Freiheit in Rumänien wiederherzustellen.
 
.

In der Nähe Hermannstadts, in Cedonia (Hammersdorf (Gusterita)) gab es eine rumänische Ansiedlung, die allerdings noch nicht systematisch erforscht ist. In der Fachliteratur kennt man das so genannte Donarium aus Birthälm (Biertan) dessen lateinische Inschrift, 'Ego Zenovius votum posui' (?Ich, Zenovius habe diese Spende gemacht?) die Existenz einer romanisierten Bevölkerung auf dem Gebiet Dakiens nach dem Fortgang der Römer (271 n. Chr.) belegt. Diese Bevölkerung hat die Völkerwanderungen unter ungünstigen Bedingungen überlebt, dabei die Täler des Alt, Zibin, Hambach und der Kokel bis in die heutige Zeit bevölkert.
Die erste urkundliche Nennung des Hermannstädter Gebietes datiert vom 20. Dezember 1191, als Papst Celestin III. die Existenz einer freien Gemeinde der Deutschen in Siebenbürgen bestätigt: ein Vikariat mit Sitz in Hermannstadt.
Die Goldene Bulle des Königs Andreas II. aus dem Jahre 1224 erneuerte eine Reihe von Privilegien für die deutschen Kolonisten (die während des gesamten Mittelalters bestehen blieben, einige sogar bis 1876).
1302 markiert den Beginn der Organisation der Sachsen in Stühle, dabei wird Hermannstadt als der erste Stuhl genannt und im Jahre 1355 wird die Provinz Hermannstadt mit den sieben Stühlen urkundlich attestiert.
Zunächst noch unter der Bezeichnung Hermannsdorf im Jahre 1321, erhält der Ort in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts das Attribut einer Stadt. So wird in einem Dokument aus dem Jahre 1366 zum ersten Mal die Bezeichnung Hermannstadt verwendet. Zum Ende des 15. Jahrhunderts wird die so genannte sächsische Universität an der Spitze der Verwaltungshierarchie für alle Sachsen gegründet. Sie wird von einem königlichen Richter geleitet, später dem Sachsenkomes. Der Rechtssprechung der sächsischen Universität wurden später auch die rumänischen Dörfer als so genannte Stuhlsvororte unterstellt, wo keine Sachsen lebten (T. Nägler)
Die mittelalterliche Zeit ist in Hermannstadt geprägt von einer fortlaufenden wirtschaftlichen Entwicklung, gekennzeichnet durch die Aktivitäten der Zünfte. Deren erstes Statut (1376) zählt 19 Zünfte mit 25 Gewerken; im 16. Jahrhundert existierten Zünfte (z.B. die Schuster), zu deren Mitgliedern auch Meister des Altreiches (?Tara Romaneasca?) oder der Moldau gehörten. Die Anzahl der Zünfte ist allmählich gewachsen, so gab es in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts 29 Handwerkszünfte, gegen 1780 werden 40 beurkundet zu einer Zeit, in der die Bedeutung der Manufakturen bereits deutlich gestiegen war.
Da sich Hermannstadt an einer Wegeskreuzung befindet, war die Stadt von Anfang an im Weg der eindringenden Völker. So wurde sie bereits 1241 von den Tataren zerstört und abgebrannt. Nur 100 Bewohner kamen mit dem Leben davon. 1432 gab es die erste türkische Belagerung der Stadt. Im Jahre 1438 erwähnt Papst Eugen IV. Hermannstadt als eine Verteidigungsbastion für das gesamte Christentum.
Das Unglück des ungarischen Königreiches im Jahre 1526 bei Mohács, die Besetzung der Hauptstadt Buda (1541) und die Gründung des Fürstentums Siebenbürgen brachte die sächsische Gemeinde ? und damit auch die Bewohner Hermannstadts ? in eine neue Situation, die eine zweiseitige Politik erforderlich machte, mal im Sinne des Habsburgerreiches, was den eigenen Interessen und Neigungen bedeutend näher lag, mal pro-ottomanisch.
Aus diesen Gründen wurde die Stadt mehrfach belagert, sowohl von der einen als auch von der anderen Seite. Dennoch hat sich Hermannstadt immer seine Privilegien bewahrt. Gleichzeitig begann mit Beginn des Jahres 1543 in der sächsischen Gemeinschaft die Reformation, die von der Gemeinschaft einheitlich übernommen wurde und zum Großteil auch heute noch praktiziert wird.
Das Ende des 16. und der Beginn des folgenden Jahrhunderts waren gekennzeichnet von militärischen Konflikten, die auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Hermannstadts beeinflussten. Zu nennen sind zunächst die Ereignisse in Verbindung mit den Feldzügen von Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) und die Schlacht von Schellenberg (Selimbar) (1599), die vor den Augen der Hermannstädter jenseits der südlichen Stadtmauer stattfand.
Gleichzeitig mit dem Zurückdrängen der Türken durch die Österreicher am Ende des 17. Jahrhunderts wurde Hermannstadt zum Großfürstentum innerhalb des Habsburgerreiches. Die Verwaltungsaufgaben wurden vom Gubern wahrgenommen, das seinen Sitz zwischen 1692 und 1790 in Hermannstadt hatte.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ sich eine neue Gruppe von Siedlern, die Landler, in Hermannstadt nieder, genauer in Neppendorf. Sie kamen aus dem Salzburger Land in Österreich. Allmählich wird auch die Anwesenheit der rumänischen Bevölkerung immer lebendiger, so dass Hermannstadt zur Mitte des 19. Jahrhunderts zum spirituellen Zentrum auch der rumänischen Bevölkerung im Kampf um die Gleichberechtigung wird. Im Rahmen des Kampfes um die nationale Befreiung der Rumänen wird in Hermannstadt von Simion Barnutiu das Manifest ?Erklärung für die Rumänen? erstellt, das in Blaj vorgetragen wird. Ebenfalls in Hermannstadt hat das ständige rumänische Nationalkomitee unter dem Vorsitz des Bischofs Andrei Saguna seinen Sitz. 1863 beginnt hier der Siebenbürgische Landtag seine Arbeiten und verabschiedet das Gesetz über die Gleichberechtigung der rumänischen Nation und ihrer Konfessionen.
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und das erste Viertel des 20. Jahrhunderts sind von einer bisher nicht gekannten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Hermannstadts gekennzeichnet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Hermannstadt eine pulsierende moderne Stadt: Sie ist die dritte Stadt des Österreichisch-Ungarischen Reiches mit elektrischem Strom und die zweite mit elektrischer Straßenbahn. Das erste Kino wird 1909 eröffnet und die ersten öffentlichen Toiletten 1910.
Die städtische Entwicklung, der sich Hermannstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfreut wird vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen. Nach Ende des Krieges und der Vereinigung von Siebenbürgen mit Rumänien (1. Dezember 1918) sind folgende demographische Daten auszumachen: 1920 lebten in Hermannstadt 32.748 Einwohner und im Jahre 1925 waren es 44.643, davon 23.199 Deutsche.
Der Name der Stadt wurde 1919 offiziell in Sibiu gewechselt, die Straßen erhielten rumänische Namen.
Im Jahre 1945, nach Ende des Zweiten Weltkriegs, begann die Deportation der Sachsen in die UdSSR. 2800 Personen der deutschen Volkszugehörigkeit wurden deportiert, viele sind nicht zurückgekehrt.
Das kommunistische System hat die alte Stadt mit kleinen Ausnahmen unberührt gelassen und Hermannstadt wird 1968 Sitz des Kreises mit demselben Namen.
Am 21. Dezember 1989 begannen in Hermannstadt die antikommunistischen Demonstrationen, die am folgenden Tag fortgesetzt wurden und bei denen 89 Personen getötet sowie hunderte verletzt wurden.
Hermannstadt war zeitlich gesehen nach Timisoara die zweite Stadt, die sich gegen die kommunistische Diktatur erhoben hat.
print
HOME : SITEMAP : KONTAKT
Design by MB Solutions © 2005 - 2007, All Rights Reserved